Herzerkrankungen

Eine Herzinsuffizienz liegt vor, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Dadurch wird der Organismus mangelhaft mit Blut und Sauerstoff versorgt. Der Körper reagiert auf diesen Zustand mit einer Verengung der Blutgefäße. Was passiert?

Der Blutdruck steigt und Flüssigkeit tritt aus den Gefäßen v.a. in die Lunge, Leber und Bauchhöhle. Ohne Behandlung tritt ca. 2 Jahre nach Auftauchen eines ersten Herzgeräusches der Tod ein.

Ursachen einer Herzinsuffizienz?

Die chronische Klappenerkrankung ist die Hauptursache einer Herzinsuffizienz. Sie tritt v.a. beim älteren Pudel und Dackel auf. Die Herzklappe ist verdickt und schließt bei jedem Herzschlag unvollständig. Somit kommt es zum Rückfluss von Blut in die Gefäße und Organe. Besteht die Klappenerkrankung bereits längere Zeit, kommt es zu einer Vergrößerung von Vorhof und Herzkammer.

Die sogenannte „dilatative Kardiomyopathie“ ist eine weitere Erkrankung, die zu einer Herzinsuffizienz führen kann. Dabei wird der Herzmuskel dünn und schwach und kann seine Pumpleistung nicht mehr erbringen.

Symptome der Herzinsuffizienz

Ihr Hund kann müde und schlapp erscheinen. Vielleicht lässt er seinen Futternapf des öfteren unberührt stehen oder hat bereits an Gewicht verloren? Nach nur kurzen Spaziergängen kann es zu Atemnot, Husten oder Ermüdungserscheinungen kommen. Bei fortgeschrittener Erkrankung treten diese Symptome bereits in Ruhe auf. Dies führt in dramatischen Fällen zu Kollaps oder Ohnmachtsanfällen, da das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Flüssigkeitsansammlungen in den Körperhöhlen machen sich durch einen dicken, tonnenförmigen Bauch bemerkbar.

Im Rahmen einer Routineuntersuchung kann Ihr Tierarzt bereits erste Anzeichen einer Herzinsuffizienz feststellen. Diese sind blasse Schleimhäute, gestaute Venen oder ein flüssigkeitsgefüllter, dicker Bauch. Entscheidend ist das Abhören von Herz und Lunge. Stellt Ihr Tierarzt bereits frühzeitig ein Herzgeräusch fest, kann dies ein wichtiger Hinweis auf eine Klappenerkrankung sein, obwohl Ihr Hund noch keine Symptome einer Herzinsuffizienz aufweist.

 Mit Hilfe weiterführender Untersuchungen wie ein Herzultraschall ist dann eine eindeutige Diagnose der zugrunde liegenden Herzerkrankung möglich.

Obwohl es keine Heilung bei einer Herzinsuffizienz gibt, kann eine gezielte und frühzeitige medikamentöse Behandlung Ihrem Hund ein längeres und vor allem unbeschwerteres Leben ermöglichen.